Mwsungu!

Das Projekt Schule-statt-Strasse arbeitet in Uganda – und erhielt zum 15. Geburtstag einen Preis für seinen „wesentlichen Beitrag zu einer friedvollen Entwicklung“

Mwsungu, mwsungu! Unser Blick geht nach hinten, weit nach hinten, dorthin, wo der Weg zur Wasserstelle vor unseren Augen verschwindet. Drei kleine Kinder rufen uns voller Begeisterung zu. Mwsungu nennen sie hier die Weißen. Wir grüßen zurück. So einfach es ist, die Kinder glücklich zu machen – und so einfach begeistern sie uns für ihr Land. 

Zwei Mitglieder des Opus Dei hatten vor 15 Jahren die Initiative “Schule statt Straße“ gegründet, die durch die gemeinnützige Rhein-Donau-Stiftung unterstützt wird. In diesem Rahmen fuhr in diesem Sommer eine Gruppe von jungen Leuten aus Köln, Bonn, Solingen, Münster, Essen, Freiburg und Iserlohn zum dritten Mal auf den afrikanischen Kontinent, genauer gesagt in das Dorf Ssukka unweit der ugandischen Hauptstadt Kampala. 

Unsere Aufgabe bestand darin, für ca. 240 Kinder in den nächsten drei Wochen das erste Gebäude für die Primary School zu bauen. Davor hatten wir uns oft getroffen und in Essen und Düsseldorf mehrere Fundraising-Aktionen zur Finanzierung des Projektes durchgeführt.  

Das Projekt funktioniert wegen der erfolgreichen Zusammenarbeit mit anderen Studentengruppen aus Spanien sowie an Ort und Stelle mit Studenten aus Uganda. Zwei Monate vor uns hatte nämlich eine spanische Gruppe den ersten Teil der Schule für Ssukka gebaut. Dabei arbeiteten sie mit Studenten aus Bugala zusammen, einem Studentenheim des Opus Dei in Kampala, und wurden von der Dorfgemeinschaft in Ssukka unterstützt. Auch wir von der deutschen Gruppe durften in den folgenden drei Wochen mit dieser Unterstützung rechnen. Wir haben in dieser Zeit nicht nur viel mit unseren ugandischen Partnern gelacht – sondern noch viel mehr voneinander gelernt.  

... die neue Schule

Am 25. September hat die Stiftung Flippas Engel dem Projekt www.schule-statt-strasse.de einen Ehrenpreis verliehen. Damit wollte die Stiftung jungen Erwachsenen den Rücken stärken und zum Ausdruck bringen: „Euer Engagement ist ein wesentlicher Beitrag zu einer friedvollen Entwicklung!“

  • von Joaquin Garcia