
Crotona Achievment Center im Herzen der Bronx
Die Bronx ist vor allem als sozialer Brennpunkt von New York bekannt. Glaubt man den üblichen Klischees, dreht sich dort alles nur um Drogen, Kriminalität und Armut. Die Wirklichkeit sieht anders aus.
05.04.2011
Die Wurzel des Problems
„Damals als Freiwilliger“, erinnert sich John, ließ ich die Jungen laut Artikel aus dem Economist oder dem Wall Street Journal vorlesen. Anschließend wurde über den Inhalt diskutiert, meist nationale oder internationale Themen.“ John trainierte so Aufmerksamkeit und Konzentration der jungen Leute, konnte aber auch ihren Wortschatz und die Aussprache verbessern. Diese Maßnahme fügt sich in die Bildungskonzeption von Crotona ein, wie David Holzweiss erklärt, der Chef der South Bronx Educational Foundation, die Crotona betreibt: „Es geht uns um Wege, wie man den Jungen die Augen für die Bedürfnisse anderer Menschen öffnen und ihnen positive Verhaltensweisen vermitteln kann, besonders Selbstbeherrschung und Hilfsbereitschaft.“
… und was Crotona dagegen tut
Crotona Center geht auf die Initiative von einigen Angehörigen des Opus Dei und ihrer Freunde zurück. Das Haus war in schlechtem Zustand, bis vor ein paar Jahren eine namhafte Spende der UPS Company die Renovierung möglich machte. Die Adresse ist 843 Crotona Park.
Für so manche Jungen ist ihr Tutor in Crotona das einzige positive Vorbild, das sie haben. Nicht selten werden die Tutoren für die Jungen zu einer Art Vaterfigur, da viele Familien und ihre Nachbarn nicht intakt sind. Auf jeden Fall versucht das Lehrpersonal von Crotona, ihnen ein positives Verständnis davon zu vermitteln, was eine Familie sein sollte. Die Jungen sollen das Gefühl bekommen, dass sie im weiteren Sinne zu einer Familie gehören, und so lernen, an die Bedürfnisse der Menschen um sich herum zu denken und sich um sie zu kümmern.
Vor allem muss man die jungen Leute davon abbringen, vor ihrer Situation zu fliehen. Der freiwillige Helfer John Deida nennt das Problem die „kulturelle Armut“ in der Bronx.
„Die Jungen sollen das Gefühl bekommen, dass sie im weiteren Sinne zu einer Familie gehören, und so lernen, an die Bedürfnisse der Menschen um sich herum zu denken und sich um sie zu kümmern“, erklärt David Holzweiss.
Wenn du sie forderst, kommen sie voran
Der Betrieb im Center beginnt an Schultagen nachmittags um 4 Uhr mit Hausaufgaben und Tutoren-Gesprächen und endet um 7 Uhr nach einer lockeren Gesprächsrunde. Das entspannt und fördert Freundschaften. Außerdem werden Pläne geschmiedet.
Samstags und in den Sommerferien ergänzen Extra-Aktivitäten den normalen Betrieb. Gespräche mit bekannten Berufstätigen aus unterschiedlichen Sparten, Besichtigungen von Firmen und Hochschulen usw. Sportveranstaltungen und Kunstausstellungen ergänzen das Programm.
„Manche Leute sind ein wenig skeptisch“, sagt Holzweiss, „weil sie das zu anspruchsvoll für die Jungen halten: Was kann ein Zehnjähriger schon mit einem Zeitungsartikel anfangen? Tatsache ist aber: Wenn du sie nicht forderst, bringen sie auch nicht. Aber wenn du sie forderst, reagieren sie und machen etwas aus ihrem Leben. Das sehen wir tagtäglich.“
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HEILIGER JOSEFMARIA
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19.06.2013

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